Funk, Soul und Samba-Reggae, sowie die brasilianischen Kampftänze Capoeira und Maculele bilden die Grundlagen für den einzigartigen Berimbrown Sound.
Aufgewachsen in den Elendsvierteln von Belo Horizonte mußten sich Berimbrown und ihr Frontmann und Mastermind Mestre Negativo dem Überlebenskampf in dem von Drogen, Arbeitslosigkeit und Gewalt geprägten Stadtteil Maria Goretti stellen. Als Ausweg aus der Hoffnungslosigkeit und als Möglichkeit, Respekt und Anerkennung zu erhalten, fanden die Jungen Zugang zu den Kampftänzen Capoeira und Maculele - Symbole des Schwarzen Widerstandes gegen die portugiesischen Kolonisatoren. Das Experimentieren mit verschiedenen Spielarten afro-brasilianischer Musik führte schließlich zur Gründung einer kompletten Band.
Ihre Texte handeln von den Sorgen des Kampfes um das tägliche Brot, den Ungerechtigkeiten des Lebens auf der Straße und den Träumen von einem Zusammenleben in Würde und Frieden. Neben ihren Konzerten versuchen die sozial engagierten Musiker vor allem mit Capoeira-Workshops den Kindern ihrer Umgebung eine künstlerische und soziale Perspektive zu bieten.
Bei aller inhaltlichen Ernsthaftigkeit sind die Konzerte von Berimbrown aber immer auch ein farbenfrohes Spektakel voller geballter Energie. Da werden gerne zwei komplette Drumsets und diverse traditionelle Percussions-Instrumente aufgefahren, fette funkige Basslinien und mitreißende Bläsersätze gespielt, und Mestre Negativo würzt die Show immer wieder mit seinen Capoeira-Einlagen. Lässt sich das in Worte fassen? Nun vielleicht so: James Brown im Karneval-Rausch mit sozial-politischer Attitüde.